Varrelheide 19

Das im Jahr 1973 auf einem ca. 1.500 m² großen Eckgrundstück errichtete ca. 290 m² große Einfamilienhaus haben wir im Jahre 2001 erworben. Das Grundstück grenzt östlich unmittelbar an ein Naturschutzgebiet an, auf dem eine künftige Bebauung nach heutigen Erkenntnissen nicht zu erwarten ist. Westlich wird das Grundstück von einer Anliegerstraße von der übrigen Bebauung getrennt. Die übernommene Gebäudestruktur war seit seiner Errichtung kaum modernisiert worden und entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen. Nach Ablauf des bestehenden Mietverhältnisses war daher eine Totalsanierung  unter Berücksichtigung von Energiesparmaßnahmen eine unvermeidbare Voraussetzung für eine anschließende Neuplatzierung am Vermietungsmarkt.

Vorher
Nachher

Im Jahr 2008 haben wir daraufhin mit der umfassenden Entkernung der Immobilie begonnen. Dazu zählte der Abbau der gesamten Eternit-Dacheindeckung, die Entfernung der Strohunterdecken, der Abbruch des Bades im Obergeschoß, die Demontage der alten Heizungs- und Warmwasseranlage incl. des damit einhergehenden Leitungsnetzes sowie der Ausbau der alten Schwingfenster. Zeitgleich wurde im Außenbereich die Veranda abgetragen incl. der vorhandenen Fundamente, diverse abgängige Bäume gerodet und die Grundstückseinfriedung wurde komplett demontiert.

Als äußerst aufwendig erwiesen sich die 10 cm dicken und ca. 1,5 m hohen Betonbrüstungen die rund um das Gebäude an den Innenmauern des Obergeschosses befestigt waren und wohl ein modernes Stilelement der 70-er Jahre bilden sollten. Nach Entfernung dieser energiepolitisch eher fragwürdigen „Bauklötze“ konnte die Gebäudehülle um annähernd 30.000 kg erleichtert und mit einer neuzeitlichen Wärmedämmung umschlossen werden.

Im Dachstuhl wurde eine um 15 cm höhere Balkenlage aufgedoppelt, so dass eine 200 mm dicke Steinwolldämmung zwischen die Sparren eingelegt werden konnte. Schließlich wurden neue Braas Tegalit Dachsteine in flacher Ausführung aufgebracht. Zuvor wurden sämtliche Zimmer mittels neuer Velux Dachflächenfenster natürlich belichtet und das Bad erhielt eine neue Gaube in seiner gesamten Baulänge.

Sowohl die Gaube zur Dachterrasse als auch die Gaube des neuen Bades erhielten halbrunde, weit über die Gebäudekante hinausgehende Dächer, die mit Kupferscharen belegt wurden. Die Terrasse im Obergeschoß erhielt zusätzlich ein grün getöntes Glas hinter dem Edelstahlgeländer als Sichtschutz zur Straße.

Die unschöne innenliegende Betonwerksteintreppe wurde allseitig mit dunkler Wenge eingekleidet und erhielt ein neues formschönes Edelstahlgeländer. Das im Obergeschoß links am Treppenabsatz befindliche ehemalige Mädchenzimmer wurde zum Treppenhaus hin geöffnet, mit Glaselementen wieder verschlossen und zum offenen Ankleidezimmer umfunktioniert. Zum Naturschutzgebiet wurde das Gebäude gen Osten hin mit großen Fensteröffnungen versehen.

Als optischer Höhepunkt wurde das Badezimmer im Obergeschoß komplett neu gestaltet.

Schließlich wurde noch ein Gästezimmer mit angeschlossenem Badbereich geschaffen. Der Flur im Obergeschoß wurde in Eichenparkett neu ausgelegt. Sämtliche Wohnräume im Obergeschoß wurden mit Veloursteppich in gehobener Qualität ausgestattet. 

Als neue Heizung wurde eine Viessmann Brennwertkesselanlage installiert. Die so gewonnene Freifläche im Heizungsraum konnte als Lagerfläche genutzt werden.

Zum Schutz vor Straßenlärm und zur Behinderung der Einsehbarkeit erhielt das Grundstück zur Varrelheide hin eine 2 m hohe Steinmauereinfriedung, die alle 3 m mit ausgebildeten Pfeilern aufgelockert wurde. Die neu gestaltete Gartenfläche wurde mit einigen Formgehölzen optisch angereichert und erhielt zudem eine durchgehend geschlossene immergrüne Eibenhecke zur Seite des Naturschutzgebietes.

Die Grundstückszufahrt wurde über ein neues, uneinsehbares und ferngesteuertes elektrisches Tor zur Straße hin gewährleistet. Die Einfahrt wurde durch zwei halbrunde schwarze Klinkermauern akzentuiert, auf deren Eckpfeilern je eine eckige und beleuchtete Glaskuppel aufgebracht wurde.

Abschließend wurde für die Kinder ein Sandkasten in den Abmessungen 3 x 3 m angelegt und 50 cm tief in den Boden eingelassen.

Das Gebäude hat in Bothfeld/Isernhagen viele Anhänger und Nachahmer gefunden und wurde bereits in der Bauphase vermietet.