Marburger Straße 2

Seit 30 Jahren befindet sich die Immobilie in der Marburger Straße 2 in Familienbesitz. Ein typischer Berliner Altbau, erbaut 1892, bestehend aus einem Vorderhaus mit sich daran anschließendem rechten und linken Seitenflügel, auf einem 1.021 qm großen Grundstück im Herzen Berlins.

Die Marburger Straße ist eine Nebenstraße des Tauentzien, etwa in Höhe des Europa Centers. Sie ist geprägt durch das Steigenberger Hotel am Los Angeles Platz, eine handvoll Gründerjahrebauten und etwa genauso viele Neubauten, die den heutigen Platzbedürfnissen der Gewerbetreibenden dieser Gegend eher gerecht werden können.

Vorher
Nachher

Die ursprünglich für diese Epoche spartanisch eingerichteten Wohnungen, wurden Anfang der 80er Jahre mit zeitgemäßen Bädern und Küchen, einer Zentralheizung mit zentraler Warmwasserbereitung und Isolierglasfenstern ausgestattet. Im Zuge des Dachgeschoßausbaus erhielt das Vorderhaus einen Aufzug an der  Treppenhausaußenwand. Durch Zusammenlegung einiger Wohnungen des Vorderhauses mit denen der Seitenflügel, konnten größere Wohnungen geschaffen werden.

Aufwändige Wiederherstellung

Anfang der 90er Jahre, direkt nach der Wiedervereinigung, erfolgte bei den Vorderhauswohnungen eine Umwidmung zu Büros. Das Treppenhäuser konnten von einem Restaurator nach Originalvorbild aufwendig wieder hergestellt werden. Das Vestibül wurde anschließend vom Denkmalpfleger unter Denkmalschutz gestellt.

 

 

Mit der Fertigstellung des Neubaus des Salamanderhauses an der Ecke zum Tauentzien wurde eine neuzeitliche Fassadengestaltung, der seit dem Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg recht unansehnlich anmutenden Gebäudeansicht zur Straße und im Innenhof vollendet. Kompetenz der Fachplaner und der Einsatz bewährter Materialien machten dies möglich.

Gemeinsam mit dem planenden Architektenbüro Horn und dem mit der Ausführung beauftragten Büro Senger, Schneider und Giering, wurde der Dachgeschoßaufbau durch Einbau neuer Straßenfenster transparenter und freundlicher gestaltet. Die Verwendung hochwertiger Materialien gewährleistet einen hohen Wärmedämm- und Lärmschutz. Das Aufmauern der straßenseitigen Erker verleiht der Fassade einen dominanten Auftritt.

Schließlich wurde die gesamte Innenhoffassade abgeklopft und neu verputzt, zuvor mussten jedoch die mangelhaft ausgebesserten Kriegsschäden in der Vermauerung beseitigt werden.

Neue, bis auf den Boden reichende Fensterflächen sorgen für viel Tageslicht im ersten Obergeschoss. Hierzu musste die aufgehende Konstruktion mittels großer Stahlträger abgefangen werden. Zeitgleich wurden die zwei verbliebenen und ungleich verteilten Balkone an der Vorderhausfassade abgetragen und die ehemaligen Balkontüren in Fensterflächen umgebaut.

Als architektonisches Highlight wurden in die Fensterlaibungen massive Stahlzargen, die über die Fassadenfronten hinaus gehen, eingezogen, daran sind verstellbare gläserne Fensterläden angebaut.

Der Anstrich der Fassade erfolgte nach historischem Vorbild in Wischtechnik. Ein Natursteingewand aus Sandstein, vom Erdgeschoss hinauf  zum ersten Obergeschoss rundet das Bild ab.